Die Geschichte von Edible Alchemy

Als wir, Alexis und Natalie, Edible Alchemy 2012 in Kanada gründeten, konnten wir die darauf folgende Erfolgsgeschichte der Probiotika, der Mikroben und des menschlichen Mikrobioms nicht ahnen. Wir befanden uns in der Ära der Handdesinfektionsmittel, der reichlichen Verwendung von Antibiotika und des allgemeinen bakteriellen Ekels. Die überwiegende Mehrheit der Menschen hielt die absichtliche Schaffung von lebendiger Nahrung – mit Bakterien, Hefe oder, Gott bewahre!, Sporen – für genauso verrückt wie das ursprüngliche Bestreben der Alchemie, Gold aus Dreck zu machen.

[Covid Kommentar]

[OK, die Handdesinfektionsmittel haben gerade ein coronal bedingtes Revival. Und auch hier könnte man darüber streiten, ob die Hauptfront nicht eher dort liegt, wo sich viele Menschen in geschlossenen Räumen gegenseitig anatmen. Aber wir wollen uns nicht die schlecht desinfizierten Finger verbrennen. Generell geht es in die richtige Richtung. Ein Beispiel von vielen: Immer mehr Eltern reden davon, dass die Kinder doch nur so viele Allergien bekommen, wenn man ihre Umwelt sterilisiert und sie nicht „auch mal im Dreck spielen lässt“.]

Die Neuen Alchemistinnen

Warum haben wir uns überhaupt als Alchemistinnen gesehen? Kurze Antwort: Transformation. Transformation durch Fermentation! Wir waren und sind Alchimist*innen in dem Sinne, dass wir aus einfachen, preiswerten Zutaten wertvolle, probiotische, komplex schmeckende Fermente herstellen. Und im Gegensatz zu den Alchemisten des Mittelalters gelingt uns das (fast) jedes Mal! Wir schaffen natürliches Umami, das Gold der hohen Küche.

Edible Alchemy in Berlin

Der Werdegang der Essbaren Alchemie war wie die Fermentation, wie Bakterien und Hefen: immer im Wandel, sich vermehrend, verändernd – und expandierend. 2014 nahm Alexis die Philosophie von Edible Alchemy und viele mikrobielle Haustiere mit nach Berlin, um die erste Probiotic Bacteria Bar zu eröffnen. Ihr Ziel: Die Botschaft unter die Leute bringen, dass die Mehrzahl der Mikroben nützlich sind nicht schädlich!

In Berlin tat sich Alexis mit Jonas zusammen, einem Theaterlehrer, Ökologen und Hobbykoch. Während die ursprüngliche Philosophie von Edible Alchemy intakt blieb, hat die neue Verbindung zu ein paar Erweiterungen geführt.

Mehr Fokus auf Fermentiertes Essen

Erstens haben wir uns mehr auf den essbaren Aspekt der Marke fokussiert. Fermentierte Lebensmittel sind die dritte Dimension in der kulinarischen Komposition. Mit rohen und gekochten Zutaten sind Gerichte nicht ein-, sondern, nun ja, zweidimensional. Ständige Fusionsexperimente mit allen drei Ebenen haben zu einem unserer neueren Formate geführt, dem 52 Seasons Dinner.

Nachhaltig Gedeihlich

Zweitens sind wir ökologischer geworden. Fermentation bedeutet CO2-emissionsarme Lebensmittelkonservierung. Regionale, saisonale landwirtschaftliche Produkte sowie Lebensmittel aus Wildsammlung können das ganze Jahr über ohne Kühlung oder chemische Konservierungsstoffe genossen werden. Aber nicht nur die Natur, auch der Mensch kann gedeihen. Fermentierte Zutaten machen Essen probiotisch und leichter verdaulich, fügen komplexe Aromen hinzu, und sorgen vor allem für Umami-Geschmack, ohne dass man auf Fleisch zurückgreifen muss. Zwei von vielen Möglichkeiten, wie Fermentation Ihren CO2-Fußabdruck reduziert!

Gesunde Ernährung, Gesundes Mikrobiom

Drittens streben wir die ganzheitliche Vereinigung von kulinarischem Genuss, nachhaltiger Ernährung und Ihrer/ Deiner persönlichen Darmgesundheit an. Da Fermentation pflanzliche Proteine aufspaltet, um sie besser verdaulich und verschiedene Nährstoffe besser bioverfügbar zu machen, hilft die Essbare Alchemie dabei, vegane und vegetarische Ernährung schmackhafter und gesünder zu machen. Im Grunde – jede Ernährung.

Zufälligerweise ist unsere Liebe zur alchemistischen Transformation und zum Experimentieren sowie unser Interesse und Verständnis dafür, was unsere Ernährung in unserem Körper bewirkt, einer der jüngsten soziokulturellen Trends. „Bacteria Girl“ oder „Bacteria Dealer“ waren nicht immer die attraktivsten Spitznamen, aber wir haben die Gelegenheit ergriffen, um unsere – damals noch – seltsamen Neuigkeiten über Bakterien und ein gesundes Mikrobiom zu verbreiten. Außerdem hat die Fermentation in den letzten Jahren mit dem Aufkommen der Nordic Food Revolution in der kulinarischen Szene an Popularität gewonnen. Am wichtigsten jedoch ist, dass wir schon seit Jahren Lebensmittelabfälle vermeiden und mit minimalem CO2-Fußabdruck regionale und saisonale Produkte fermentieren; bevor Nachhaltigkeit ein Schlagwort war und bevor der Begriff ‚Klimavore‘ geboren wurde. Edible Alchemy fühlt sich geehrt, ein Teil davon gewesen zu sein.

Prickelnde Neuigkeiten

„Hinterher ist man immer schlauer“ werden jetzt manche rufen. Wir laden Sie/ Euch herzlich ein, mit uns über „was kommt als nächstes?“ in der Welt der essbaren Alchemie zu plaudern oder diskutieren. In der Academy, oder analog an einer unserer Bacteria Bars oder nach dem Workshop.

ALEXIS

Alexis stammt aus Winnipeg, Kanada, und gründete 2012 zusammen mit Natalie Edible Alchemy. Ihre Abenteuerlust hat sie schon unzählige Male um den Globus getragen. Nach Aufenthalten in Mosambik, Japan und Island, um nur einige zu nennen, brachte eine gesunde Kombination aus Zufall und Entscheidung sie nach Berlin. Seit 2014 steckt Alexis einen Großteil ihrer Zeit und Liebe in das Experimentieren und den Ausbau ihres Geschäfts – erst mit Natalie, dann alleine, jetzt mit Jonas. Sie arbeitet ständig daran, ihr Fermentations- und Kräutersammel-Angebot bei Workshops, auf Festivals, in Küchen, auf Bauernmärkten, in urbanen Gärten, Parks, auf Dächern und in kreativen Räumen weiterzuentwickeln.

 

JONAS

Jonas ist die deutsche Seite der Essbaren Alchemie. Bevor er sich 2018 hauptberuflich unserem Mikrobenzirkus anschloss, arbeitete Jonas als Englisch-, Geographie- und Theaterlehrer an einem Gymnasium in Berlin. Er sieht sich selbst als Humanist, Ökologe und ganzheitlicher Wissenschaftler.

 

jonas presenting

Edible Alchemy ONLINE Academy

Als wir Edible Alchemy ins Leben riefen, gab es viele Visionen, was daraus werden könnte. Im Großen und Ganzen hat uns unsere Mission, mit Menschen über Fermentation zu sprechen, wo immer wir können, zu „Kulturenhändlerinnen“, „Bakterien-Baristas“, Workshop-Moderatoren, Edutainern („unterhaltsame Vermittler“) gemacht und hat sogar zur Entwicklung unseres Online-Fermentationskurses geführt, um das bakterielle Wissen weltweit zu verbreiten. Diese Online-Akademie ermöglicht Ihnen/ Dir den Zugang zur Welt der Fermentation durch Video-Tutorials, PDFs und kreative Rezepte wann immer man möchte und bequem von zu Hause aus. Sobald man sich für einen Kurs angemeldet hat, sieht man, dass weitere Rezepte und Fähigkeiten zum Lehrplan hinzugefügt werden, so dass sich die Fermentationsfähigkeiten erweitern und entwickeln können. Treten Sie/ Tritt unserer Online-Gemeinschaft von Alchemistinnen aus der ganzen Welt bei!

Edible Alchemy CoLaboratory

Die Essbare Alchemie zeigt ihr kolLABORativstes Gesicht in ihrer facebook Gruppe „Edible Alchemy CoLaboratory“! Das ist die Zentrale all unserer aktiven sozialen Plattformen, die den Mitgliedern die Möglichkeit geben, Wissen und Feedback mit uns und untereinander zu teilen. Das Ziel: die Förderung eines gesunden Lebensstils, von Lebensmittelkenntnissen und kreativen Experimenten durch Fermentation und gemeinschaftlichen Austausch.

Wir würden uns freuen, Sie/ Dich als Teil unserer Community zu haben! Einfach beim Newsletter anmelden, ein Rezept beitragen, am Workshop teilnehmen, einen Online-Kurs besuchen oder auf Instagram vorbeischauen!

kimchi edible alchemy
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